Aufsichtsrat

Bericht des Aufsichtsrates

Energiewende, Digitalisierung und umfassende Maßnahmen zur Ergebnisstabilisierung und Neuausrichtung: Trotz der Herausforderungen und Aufgabenstellungen im Geschäftsjahr 2016 ist die Stadtwerke Duisburg AG weiterhin auf einem guten Weg, die ehrgeizigen Zukunftsziele zu erreichen. Das Unternehmen hat auch im vergangenen Jahr wieder erfolgreich seine Wettbewerbs- und Anpassungsfähigkeit in einem sehr umkämpften Markt bewiesen.

Ein wichtiger Schritt zur Umsetzung der neuen Erzeugungsstrategie und Sicherstellung der Wärmeversorgung ist der Bau der Fernwärmeverbindungsleitung zwischen dem Duisburger Netz und der Fernwärmeschiene Niederrhein. Die Arbeiten dazu haben im Herbst 2016 begonnen. Mit Fertigstellung der Verbindung wird der Betrieb des Heizkraftwerkes in Wanheim deutlich flexibler, das Unternehmen kann unabhängiger auf Entwicklungen an der Strombörse reagieren. Zudem wird die Erzeugung insgesamt nachhaltiger.

Neben dem Bau der Verbindungsleitung standen zahlreiche weitere Zukunftsthemen auf den Tagesordnungen der Aufsichtsratssitzungen. Besonders intensiv wurden Fragen zum Zukunftsprogramm NewPower diskutiert. Hierbei geht es um Optionen zu nachhaltigen Geschäftsfeldern und Strategien für eine Versorgungssicherheit in den kommenden Jahren und Jahrzehnten. Auch die Digitalisierung stellt für die Stadtwerke ein zentrales Zukunftsfeld dar. Stetige Optimierungen in der Prozesssteuerung sollen die Wertschöpfung steigern, neue Angebote für Kunden sollen die Nutzung von Produkten und Services verbessern und erleichtern.

Besondere strategische Bedeutung für die Stadtwerke Duisburg AG hat auch die Elektromobilität. Der Aufsichtsrat steht dem Vorstand auch hier bei der Erarbeitung eines tragfähigen Zukunftskonzeptes sowie bei der Identifizierung von Potenzialen und Risiken beratend zur Seite. Verschiedene Optionen werden geprüft, optimiert und erweitert, um die Zukunft des Unternehmens dauerhaft zu sichern.

Im Bereich der Beteiligungen wurde der Aufsichtsrat umfassend über aktuelle Entwicklungen unterrichtet, insbesondere in Bezug auf die Kommunale Beteiligungsgesellschaft mbH (KSBG), der Mehrheitsgesellschafterin der Steag GmbH, die sich mit dem Projekt Steag 2022 den veränderten Rahmenbedingungen auf dem Energiemarkt stellt.

Darüber hinaus waren die umfangreichen Rückbaumaßnahmen am Stadtwerketurm in Hochfeld Thema in den Sitzungen des Aufsichtsrates. In enger Abstimmung mit der Stadt und der Unteren Denkmalbehörde wurde ein tragfähiges Konzept erarbeitet, den Turm dauerhaft als besondere und weithin sichtbare Landmarke der Stadt Duisburg zu erhalten. Die Arbeiten laufen planmäßig, der Aufsichtsrat wurde fortlaufend über den Stand der Tätigkeiten informiert.

Als verlässlicher Partner der Stadt und ihrer Bürger haben die Stadtwerke Duisburg außerdem im vergangenen Jahr wieder zahlreiche Vereine und Initiativen bei ihren Aktionen unterstützt und damit das gesellschaftliche Zusammenleben in der Stadt aktiv mitgestaltet.

Gegenstand eingehender Beratungen waren zudem Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie Risiken und Sachverhalte von grundsätzlicher Bedeutung und führten zu entsprechenden Entscheidungen des Gremiums. An allen wichtigen Entscheidungen im Geschäftsjahr 2016 waren die Aufsichtsräte beteiligt und wurden vom Vorstand über den Geschäftsverlauf umfassend unterrichtet. Die Zusammenarbeit war dabei stets von Vertrauen und großer Offenheit geprägt.

Die Stadtwerke Duisburg AG als Teil des DVV-Konzerns

Als Tochtergesellschaft der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV) war das Jahr 2016 auch für die Stadtwerke Duisburg durch die erfolgreich implementierten Restrukturierungsmaßnahmen der konzernweiten RePower-Strategie begleitet. Das beschlossene Maßnahmenpaket, das die Zukunftssicherheit des Konzerns und all seiner Tochtergesellschaften gewährleistet, setzen Vorstand, Führungskräfte und Mitarbeiter weiterhin mit großem Engagement konsequent um. Gleiches gilt für die Ideen und Konzepte aus der Zukunftsstrategie NewPower, die weiterer Baustein ist, um den Gesamtkonzern in allen Bereichen dauerhaft im Markt wettbewerbsfähig zu halten.

Personelle Veränderungen

2016 war für die Stadtwerke Duisburg AG auch ein Jahr personeller Veränderungen. David Karpathy hat auf eigenen Wunsch zum 30. September 2016 seine Tätigkeit als Vorstand beendet. Zum 1. Oktober 2016 ist Axel Prasch durch Beschluss des Aufsichtsrates in der Sitzung am 27. September 2016 für fünf Jahre zum Vorstand der Stadtwerke für das Ressort „Personal- und Sozialwesen“ bestellt worden. Außerdem ist im Zuge der Restrukturierungsmaßnahmen das Vorstandsressort „Technik“ aufgrund der veränderten Erzeugungsstrategie bei der Stadtwerke Duisburg AG aufgegeben worden, so dass der Vertrag mit Christof Schifferings nicht verlängert wurde. Die Aufgabenbereiche werden nun von den beiden Vorstandsmitgliedern Marcus Wittig und Axel Prasch übernommen.

Mit Aufnahme seiner neuen Tätigkeit ist Axel Prasch darüber hinaus als Mitglied des Aufsichtsrates zum 28. September 2016 ausgeschieden; ihm ist als Arbeitnehmervertreter Norbert Wollhöfer gefolgt. Ebenfalls aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist zum 31. Oktober 2016 Britta Kravanja. Neues Mitglied im Aufsichtsrat der Stadtwerke Duisburg AG ist seit dem 15. November 2016 Marvin Rosenberger.

Wirtschaftsdaten erfolgreich geprüft

Der Aufsichtsrat hat im Rahmen seiner Tätigkeit im Geschäftsjahr 2016 den Empfehlungen des „Public Corporate Governance Kodex“ der Stadt Duisburg entsprochen.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Jahr 2016 und der Lagebericht sind von der durch die Hauptversammlung am 25. August 2016 als Abschlussprüfer gewählten PKF Fasselt Schlage Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Rechtsanwälte, Duisburg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Von dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer hat er zustimmend Kenntnis genommen. Auch eigene Prüfungen des Aufsichtsrates ergaben keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat billigt den Lagebericht und den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016. Damit ist dieser in der vorliegenden Form festgestellt.

Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Vorstand und allen Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre Leistung im vergangenen Jahr. Die Mitglieder des Gremiums freuen sich, den erfolgreich eingeschlagenen Weg der Restrukturierung mit dem Ziel des langfristigen Erfolges weiter zu begleiten und den Vorstand bei seinen Entscheidungen zu beraten und zum Wohle der Stadtwerke Duisburg AG zu unterstützen.

Duisburg, im Juni 2017

Der Aufsichtsrat

Sören Link
Vorsitzender


Mitglieder des Aufsichtsrates der Stadtwerke Duisburg AG:

Oberbürgermeister Sören Link

Joachim Block, Freigestelltes Betriebsratsmitglied

Kenan Ilhan, Arbeitnehmer

Dr. Thomas Glimpel, Leiter Geschäftsentwicklung/Kooperationen bei der RWE Deutschland AG

Dr. Jürgen Grönner, Geschäftsführer Westnetz GmbH

Marvin Rosenberger, Stellvertretender Fraktionsgeschäftsführer SPD

Bürgermeister Volker Mosblech, selbständiger Versicherungskaufmann, Mitglied des Deutschen Bundestages

Dr. Martina Sanfleber, Board Representative innogy SE

Ratsfrau Nazan Sirin. Zahnärztin

Ratsherr Manfred Slykers, Zerspannungsmechaniker

Ratsherr Thomas Susen, Geschäftsführer

Ratsherr Jürgen te Paß, Angestellter

Uwe Ernst, Bereichsleiter, Betriebsratsmitglied der Stadtwerke Duisburg AG

Andreas Kalla, Freigestelltes Betriebsratsmitglied der Stadtwerke Duisburg AG

Armin Oehlhof, Rohrnetzmeister und Werkstattleiter Gas und Wasser der Netze Duisburg GmbH

Werner Pusch, Freigestelltes Betriebsratsmitglied der Stadtwerke Duisburg AG

Holger Roth, Vorsitzender des Betriebsrates der Stadtwerke Duisburg AG

Hans-Joachim Sulberg, Freigestelltes Betriebsratsmitglied der Stadtwerke Duisburg AG

Dirk Tenhaken, Arbeitnehmer im Kraftwerksbereich

Jan-Eric van Voorn, Freigestelltes Betriebsratsmitglied der Stadtwerke Duisburg AG

Norbert Wollhöfer, Freigestelltes Betriebsratsmitglied der Stadtwerke Duisburg AG